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Bis zu 14 Prozent der US-Bürger sind internetsüchtig

Bis zu 14 Prozent der US-Bürger sind internetsüchtig


Nach einer neuen Studie von Psychologen der kalifornischen Stanford-Universität sind bis zu 14 Prozent der erwachsenen US-Bürger internetsüchtig. Die Betroffenen würden nach eigenen Angaben zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, Chat-Räume besuchen, zwanghaft E-Mails lesen, und durch ihre Netzsucht auch Familie und Freunde vernachlässigen, heißt es in der Studie, die Elias Aboujaoude und Kollegen von der Stanford School of Medicine vorgelegt haben. Dabei gehe es nicht um Leute, die in der Mittagspause im Internet surfen und sich etwa Reiseseiten für Urlaubsbuchungen anschauen. Vielmehr müsse man sich Sorgen machen, "wenn Personen ihre direkten Kontakte mit Mitmenschen durch virtuelle Kontakte ersetzen und in Folge dessen ihre Beziehungen leiden", erklärte Aboujaoude gegenüber der Silicon-Valley-Tageszeitung San Jose Mercury News.

Das Team um Aboujaoude hatte 2513 zufällig ausgewählte erwachsene Internet-User telefonisch nach ihren Gewohnheiten vor dem Computer befragt. Das Problem sei viel weiter verbreitet, als bisher angenommen, meinten die Wissenschaftler. "Das Internet kann sehr hilfreich, aber auch sehr isolierend sein", sagte Aboujaoude. "Es wird zum Problem wenn es Menschen isoliert und zum Ersatz für echte soziale Kontakte wird." Es seien weitere Studien notwendig, um einen möglichen Zusammenhang von Netzsucht und Depressionen oder anderen krankhaften Erscheinungen zu untersuchen - die Wissenschaftler wiesen auch darauf hin, dass es bislang keine allgemein anerkannten Kriterien gebe, um Internetsucht festzustellen, daher habe man die Fragen für die Studie aus in der Diagnostik etablierten Zeichen für eine Suchtgefahr entwickelt.

Warnzeichen seien etwa, wenn man sich aus dem Bett schleiche, um online zu gehen, während der Partner schlafe. Auch wer Termin nach Termin verpasse, während er sich in Chats vergnüge oder sich irritiert, ängstlich und unruhig fühle, sobald er die Internetnutzung reduziere, sei in Gefahr. Aboujaoude selbst wurde auf das Thema aufmerksam, als er feststellte, dass die Zahl der gewohnheitsmäßigen Internetnutzer, die die Suchtklinik der Stanford University aufsuchten, zwar insgesamt noch recht klein ist, aber ständig zunimmt.(jk/c't)


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